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Linsensuppe - Hundefotografie: Mein Blog über Hundefotografie und ähnliche Themen

20

Apr 2013

Interview: Elke Vogelsang – Hundefotografie

in Blog, Interviews / 1 Kommentar

Ich möchte euch gerne eine Fotografin vorstellen, die mich mit Ihren Bildern in Ihren Bann zieht. Es geht um Elke Vogelsang aus Hildesheim. Lest euch einfach das Interview durch und schaut euch die Bilder an, welche ich eingefügt habe.

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Hallo Elke,
Ich würde vorschlagen du stellst dich erst einmal kurz vor.

Gerne. Mein Name ist Elke Vogelsang. Ich bin 40 Jahre alt und wohne mit meiner Familie und drei hündischen Begleitern, Noodles, Scout und Ioli, in Hildesheim. Hier bin ich als Fotografin und Übersetzerin tätig.

Ich kenne deine Hundefotos von Facebook, habe aber auf deiner Webseite gesehen, dass du auch Menschen fotografierst. Gefühlt würde ich sagen dein Schwerpunkt liegt aber in der Hundefotografie, liege ich da richtig?

Das stimmt. Schon allein bedingt durch meine drei Hunde, die ich mit Begeisterung fotografiere, bin ich sehr hundelastig, was die Motivwahl angeht. Da ich die Fotos meiner Hunde über Bildagenturen verkaufe, entstehen ständig neue Bilder, die ich gerne im Internet zeige. Zudem kenne ich durch meine Hunde viele Hundehalter, die mich als ihre Fotografin buchen. So spricht sich das in Hundekreisen natürlich rum. Aber ich bin auch auf Hochzeiten zu finden und fotografiere ganz besonders gerne auch Kinder jeden Alters. Zudem freue ich mich, auch immer mehr Pferde und zuweilen Katzen oder andere Haustiere vor die Linse zu bekommen.

Ich finde deine Fotos klasse, auch hier vorallem deine Hundebilder! Du hast einen einzigartien Stil der sehr natürlich ist. Wo hast du das Fotografieren gelernt?

Vielen Dank. Das freut mich. Ich habe mir das Fotografieren selber beigebracht. Mit Einzug der Digitalfotografie und dadurch bedingt, dass ich einen Ausgleich zu meinem doch recht trockenen Übersetzerjob gesucht habe, bin ich der Fotografie seit einigen Jahren völlig verfallen. Ich hab in meiner Freizeit Bücher gewälzt, viele Workshops besucht oder Online-Workshops absolviert, wie zum Beispiel die Fotoschule von Scott Kelby. Dank des Internets stehen einem alle Türen zu Informationen und Austausch mit anderen Fotografen offen. Aber vor allem hab ich viel fotografiert und nochmals fotografiert und natürlich…fotografiert. Es geht nichts über’s Ausprobieren, Fehler machen, nochmal Versuchen. Ich habe im letzten Jahr ein 366-Tage/Bilder-Projekt abgeschlossen, d. h. ich habe jeden Tag mindestens ein Foto gemacht und online gestellt. Diese Serie ist bisher noch nicht abgerissen, so befinde ich mich nun im vierten Monat des zweiten Jahres, an dem ich täglich fotografiere. Mittlerweile entstehen hier sehr viele Fotos, die auch in Magazinen, Galerien oder Büchern erschienen. Dabei ist das tägliche Fotografieren kein Zwang sondern Freude pur. Ich hätte nicht gedacht, dass ich das mit so viel Elan und Spaß an der Sache durchhalte, aber mittlerweile könnte ich mir einen Tag ohne Fotografieren gar nicht mehr vorstellen. Das tägliche Üben und die tägliche Motivsuche bringen die eigenen Fähigkeiten mächtig voran.

Auf deiner Internetseite habe ich gelesen, dass du dich aktiv für den Tierschutz einsetzt, erzähl mir mehr davon.

Schon in meiner Familie wurde früher Tierschutz großgeschrieben. Unsere Familienhunde kamen aus dem Tierheim und meine drei Lörken sind aus spanischen Tötungsstationen hier nach Deutschland gekommen. Ich kenne ein paar Leute aus dem hiesigen Tierheim und erstelle, wenn ich Zeit habe, Vermittlungsfotos für das Tierheim oder für Tierschutzorganisationen, die ich kenne. Gute Vermittlungsfotos sind viel wert. Für mich persönlich käme wohl nur ein Hund aus dem Tierschutz in Frage, auch wenn ich absolut nichts dagegen habe, wenn man sich seinen Hund von einem guten Züchter holt. Das soll jeder für sich entscheiden und es gibt immer gute Gründe für oder gegen etwas. Ich bin sehr glücklich mit meinen drei spanischen Promenadenmischungen. Sie sind unverwechselbar, einzigartig.

Kurze Zwischenfrage: Fotografierst du lieber Outdoor oder im Studio, und warum?

Ich habe in diesem Winter erst die Studiofotografie für mich entdeckt. Zuvor war ich ausschließlich draußen unterwegs. Ich liebe es, im Frühling, Sommer oder Herbst mit den Hunden durch die Landschaft zu ziehen, durch Flüsse zu waten und auf dem Boden zu robben, um die besten Blickwinkel und Kulissen zu bekommen. Es gibt für mich wirklich nichts Schöneres, als bei besonderen Lichtverhältnissen an einem Sommerabend durch die Landschaft zu ziehen und zu fotografieren. Zuweilen macht das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Hunde oder auch Pferde draußen bei Regen fotografieren zu müssen, gehört nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen.

Daher bin ich gerade auch im Winter sehr froh über die Möglichkeit, im Studio zu fotografieren. Ich hab nur ein recht kleines Studio, das mir aber sehr viel Spaß macht. Die Lichtsetzung im Studio ist eine ganz andere Herausforderung, die mich begeistert. Es gibt immer so viel Neues zu entdecken und zu lernen. Das macht mir an der Fotografie besonders Spaß.

Ich kann daher nicht wirklich sagen, was mir mehr Spaß macht. Wenn das Wetter stimmt, ist meiner Meinung nach das Fotografieren im Freien unschlagbar. Aber auch die Studiofotografie hat mich mächtig in den Bann gezogen und mein Traum ist ein großes Studio.

Was hast du für eine Ausrüstung (Kamera, Objektive) etc. ?

Meine Erstkamera ist eine Canon EOS 5D Mark III. Diese habe ich nun ein ¾ Jahr. Sie habe ich mir insbesondere für die Hochzeitsfotografie angeschafft. Meine Backup-Kamera ist die Canon EOS 7D, mit der ich zuvor für die Tierfotografie absolut zufrieden war. Sie ist sehr fix und gerade für Bewegungsaufnahmen greife ich wieder auf sie zurück. Mein Allrounder in der Hundefotografie ist das Canon EF 70-200, 2.8 IS USM. Es ist schnell, knackscharf und vielseitig einsetzbar. Wenn ich nur mit meinen eigenen Hunden Fotos mache, bevorzuge ich jedoch häufig eine Festbrennweite, vor allem das Canon EF 100 mm 2.8. Da muss man nicht so viel schleppen und es ist auch sehr scharf und schnell. Aufgrund der Blendenmöglichkeiten liebe ich auch das Canon 85 mm 1.8 und das Canon EF 50 mm 1.4, die ich auch mein Eigen nenne. Zudem hab ich das Canon 24-70 mm 2.8, das ich aber, ehrlich gesagt, in der Hundefotografie so gut wie gar nicht anwende. Es ist eher mein Hochzeitsobjektiv. Es gibt tolle Fotografen, die wunderbare Weitwinkelfotos von Hunden machen, aber ich bin wohl mehr der Telemensch. Irgendwo verstaubt auch noch ein Ultraweitwinkel. Ich sollte es mal wieder rausholen.Ich liebe auch experimentelle Objektive, wie ein Lensbaby oder eine Holga-Lens. Sowas probiere ich gerne aus. 

Was sind deine fotografischen Ziele in naher Zukunft? Steht etwas großes oder neues an demnächst?

Wie gesagt wäre ein größeres Studio mein Traum. Das ist ein Ziel für die nächste Zeit. Zudem möchte ich noch sehr viel mehr andere Tierarten vor die Linse bekommen. Gerade bin ich dabei, reiten zu lernen, weil ich die Pferdefotografie ebenfalls liebe. Demnächst werde ich Pferde im Studio (in diesem Fall ein Stall und meine Studioausrüstung) fotografieren.

Ich liebe experimentelle Fotografie. Da gibt es so einiges zu entdecken und auszuprobieren.  Ich habe so einige Ideen für Fotoreihen und Experimentelles, was ich umsetzen möchte. Und natürlich wird mein 365-Tage-/Bilder-Projekt weitergeführt.

Vielen Dank, dass du dir für ein Interview Zeit genommen hast. Ich wünsch dir weiterhin alles Gute und viel Erfolg mit deiner Fotografie!

Kein Problem, habe ich doch gerne gemacht.

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1 Kommentar
  • Kerstin Brack

    April 20, 2013, pm30 12:29 PM
    01

    Das zweite unddas dritte Foto – einfach genial

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